Der Filmklassiker "Uhrwerk Orange"

Stanley Kubricks Kultfilm mit Malcolm McDowell als Gewalttäter Alex

04.12.2007 Nadine Schwan

Sadist Alex verbreitet Unheil und kommt ins Gefängnis. Eine neue Behandlungsmethode soll ihn in einen guten Menschen verwandeln.Genialer Kultfilm von Stanley Kubrick.

Alex ist ein Sadist wie es im Buche steht. Leute zusammen schlagen, Raubüberfälle und Vergewaltigen stehen bei ihm an der Tagesordnung. Zusammen mit seiner Bande zieht er durch London und verbreitet Unheil. Aufgeputscht von Beethovens Musik zelebriert er die Gewalt.

Alles ganz „all right“ für ihn. Bis zu dem Tag, an dem Alex eine Frau mit einer riesigen Penisskulptur erschlägt und zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt wird.

Im Gefängnis

„Zum Tisch rüber und nackt ausziehen“, befiehlt der Wachtmeister. Alex gehorcht und passt sich an, freundet sich im Knast sogar mit dem Pfarrer an und liest die Bibel. Doch Alex denkt auch dabei nur an Gewalt und stellt sich vor, wie er Jesus auspeitscht. Irgendwann nach zwei Jahren im Gefängnis bekommt Alex etwas von einem Experiment der Regierung mit. Die hat zur Reduzierung der Anzahl von Inhaftierten eine neue Behandlungsmethode entwickelt. Verbrecher sollen so schon innerhalb von zwei Wochen geheilt und zu guten Menschen werden.

Die Behandlung

Mit Spritzen und einer Gehirnwäsche soll Alex das Böse ausgetrieben werden. Er muss in einer Zwangsjacke und mit offen gehaltenen Augen, Gewaltfilme gucken, im Hintergrund läuft seine geliebt Musik von Beethoven. Alex wird dabei übel, er kriegt Magenkrämpfe und kann Gewalt nicht mehr ertragen.

Nach der Therapie

Er ist geheilt. Alex ist nun ein freier Mensch und wird doch zum Opfer. Durch seine Heilung ist er nun hilflos. Die Gewalt und die Rache seiner damaligen Opfer holen ihn ein und treiben ihn bis zum Selbstmord, doch dieser gelingt nicht. Alex wacht im Krankenhaus auf, der Mann von der Regierung will ihm helfen, ihm einen neuen Job und ein neues Leben besorgen. Er versucht zu vertuschen, dass seine Experimente unmenschlich sind und den freien Willen zerstören. Sie machen den Menschen hilflos und unfähig in der Gesellschaft zu agieren. Alex geht es wieder gut, ist er nun wieder so wie früher?

Kritik

Die Gesellschaftssatire von Stanley Kubrick, nach dem Roman von Anthony Burgess aus dem Jahre 1971 hat Kultstatus. Stanley Kubrick schafft es Gewaltszenarien, gemischt mit klassischer Musik zu einem Meisterwerk zu vereinen. Ob gewaltverherrlichend oder nicht, Kubrick hält der Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt, wenn auch überspitzt ihr wahres Gesicht.

Stilmittel

Der Film beeindruckt durch seine poetische Sprache gepaart mit skurrilen Pop-Elementen. Durchzogen von lauter futuristisch wirkenden Anglizismen, erzählt aus der Perspektive von Alex, zieht er einen direkt in seinen Bann.

Auch Die Toten Hosen wurden inspiriert von dem Film und brachten passend dazu den Song „ Hier kommt Alex“ auf dem Markt.

Originaltitel: A Clockwork Orange

Regie: Stanley Kubrick

Darsteller: Malcolm McDowell, Patrick Magee, Warren Clarke, Michael Bates, John Clive, Adrienne Corri, Paul Farell

Laufzeit: 131 Minuten

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